Kailash Calling2026-07-12T11:05:06+02:00

Kailash Calling –
Tibet-Motorradtour zum Mount Kailash, Everest Base Camp und Königreich Guge

Nicht jede große Reise beginnt in einem Konferenzraum oder mit einem langfristigen Geschäftsplan. Die ursprüngliche Idee für diese Tibet-Motorradtour entstand während eines unserer jährlichen Ride & Connect Treffen. Dort kommen Fahrer, Reisende und unser Team zusammen, um Geschichten auszutauschen, neue Reiseideen zu entwickeln und über zukünftige Abenteuer im Himalaya zu sprechen. Irgendwo zwischen Landkarten, Fotografien und Gesprächen über abgelegene Regionen Tibets entstand der Gedanke, eine Motorradreise quer durch Tibet bis zum Mount Kailash zu verwirklichen.

Nur ein Jahr später wurde aus dieser Idee die erste Kailash Calling Motorradtour.

Und nicht in irgendeinem Jahr. Diese besondere Reise fand im Tibetischen Jahr des Pferdes statt – einem Jahr, das im tibetischen Buddhismus nur alle zwölf Jahre wiederkehrt und als besonders glückverheißend für eine Pilgerreise zum Mount Kailash gilt. Von Lhasa und dem Everest Base Camp über die heiligen Ufer des Manasarovar-Sees bis zum alten Königreich Guge wurde Kailash Calling zu weit mehr als nur einer weiteren Motorradtour durch Tibet.

Dein nächstes Abenteuer: Westtibet & Mount Kailash

Kailash Calling führt weit über die klassischen Tibet-Routen hinaus – tief hinein in die abgelegenen Landschaften Westtibets. Von Lhasa geht es mit dem Motorrad zum Everest Base Camp, zum heiligen Manasarovar-See, an den Fuß des Mount Kailash und weiter bis zum alten Königreich Guge. Auf dieser Reise verbinden sich hohe Himalaya-Pässe, endlose Hochlandstraßen, tibetische Kultur und einige der außergewöhnlichsten Landschaften Asiens zu einer Motorradreise, die weit über eine gewöhnliche Tibet-Tour hinausgeht.

Dieser Expeditionsbericht folgt TibetMotos Kailash Calling Motorradtour durch Westtibet – von Lhasa und dem Everest Base Camp bis in die heilige Region rund um den Mount Kailash. Die erste Durchführung dieser besonderen Reise fand im Tibetischen Jahr des Pferdes statt, einer besonders glückverheißenden Zeit für einen Besuch des Mount Kailash, die nur alle zwölf Jahre wiederkehrt.

Lhasa – Das Tor nach Tibet

Jede Reise nach Westtibet beginnt in Lhasa.

Lhasa besitzt eine besondere Faszination und Ausstrahlung, wie sie selbst im Himalaya nur selten zu finden ist. Auch nach vielen Jahren, in denen wir Motorradtouren durch Tibet und über das Tibetische Hochland organisieren, bleibt das Gefühl bestehen, mit der Einreise nach Tibet eine Welt zu betreten, die ihrem ganz eigenen Rhythmus folgt – kulturell, spirituell und geografisch.

Auf über 3.600 Metern Höhe gelegen, ist die alte Hauptstadt Tibets weit mehr als nur der Ausgangspunkt einer Motorradtour. Für viele Teilnehmer wird mit der Ankunft in Lhasa ein Traum Wirklichkeit, der oft viele Jahre zuvor begonnen hat. Hoch über der Stadt erhebt sich der gewaltige Potala-Palast, einst Residenz der Dalai Lamas und bis heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Asiens. Rund um den Jokhang-Tempel bewegen sich Pilger langsam auf dem Barkhor-Pilgerweg, drehen Gebetsmühlen und erfüllen die engen Gassen der Altstadt mit dem Duft von Weihrauch und brennenden Butterlampen.

Gerade für Erstbesucher fühlt sich Lhasa an wie ein Ort, den es so kein zweites Mal im Himalaya gibt. Jahrhundertealte Traditionen sind bis heute fester Bestandteil des täglichen Lebens, und die Atmosphäre der Stadt lässt sich nur schwer in Worte fassen, bevor man sie selbst erlebt hat.

Die ersten Tage stehen ganz im Zeichen einiger der wichtigsten kulturellen und religiösen Sehenswürdigkeiten Tibets. Im Sera-Kloster versammeln sich die Mönche noch immer zu ihren berühmten Debatten, bei denen buddhistische Philosophie durch lebhafte Diskussionen, Gesten und jahrhundertealte Lehrtraditionen vermittelt wird. Diese Begegnungen bieten faszinierende Einblicke in eine Kultur, die bis heute lebendig geblieben ist. Gleichzeitig geben die Tage in Lhasa dem Körper die Möglichkeit, sich langsam an die Höhe anzupassen, bevor die Route weiter hinauf auf das Tibetische Hochland führt. Mit dem Everest Base Camp, Westtibet und dem Mount Kailash noch vor uns gibt es keinen Grund zur Eile.

Natürlich gehören zu einer Reise durch Tibet auch einige organisatorische Schritte. Bevor die Motorräder die Stadt verlassen können, werden die temporären chinesischen Fahrerlaubnisse ausgestellt. Wie vieles in Tibet folgt auch dieser Prozess seinem eigenen Rhythmus. Doch sobald die Formalitäten erledigt sind und die Motorräder vor dem Hotel bereitstehen, richtet sich der Blick schnell nach Westen.

Wenn die Motorräder schließlich Lhasa hinter sich lassen und Kurs auf das Tibetische Hochland nehmen, wird den meisten bereits klar, dass dies keine gewöhnliche Motorradtour werden wird. Denn jenseits von Lhasa beginnt die eigentliche Reise erst.

Ins Herz Tibets

Die ersten Tage auf dem Motorrad können täuschen. Die Straßen sind hervorragend ausgebaut, der Himmel wirkt oft unnatürlich blau und die Landschaften besitzen eine Weite, die beinahe surreal erscheint. Doch schon bald macht sich die Höhe bemerkbar.

Der erste große Pass der Reise ist der Kamba-La auf knapp 4.900 Metern Höhe. Plötzlich öffnet sich der Blick auf die türkisfarbenen Wasser des Yamdrok-Sees tief unterhalb der Straße. Kaum ein Moment auf einer Tibet-Motorradtour bereitet auf diesen ersten Anblick vor. Gebetsfahnen flattern im Wind, während sich die Straße in langen Kurven hinunter zu einem der heiligsten Seen Tibets windet.

Der lokalen Überlieferung zufolge besitzt der Yamdrok-See spirituelle Kräfte und kann von Sünden reinigen. Wer eine vollständige spirituelle Erneuerung sucht, darf theoretisch gerne in das eiskalte Wasser springen. Die meisten begnügen sich jedoch damit, die Aussicht vom Straßenrand aus zu genießen – was deutlich angenehmer ist. Von hier führt die Route weiter hinauf in Richtung Karola-Gletscher. Jenseits der 5.000-Meter-Marke verändert sich die Landschaft spürbar. Die Luft wird dünner, der Wind kühler und die Umgebung zunehmend karger. Direkt oberhalb der Straße hängt eine gewaltige Eiswand – der beeindruckende Rest eines einst deutlich größeren Gletschers.

Nach einer heißen Tasse Tee mit Blick auf das Eis geht die Reise weiter nach Westen. Dort wartet bereits Gyantse mit dem berühmten Pelkhor-Kloster und dem beeindruckenden Kumbum-Stupa, der größten Pagode Tibets. Und zu diesem Zeitpunkt hat die Reise gerade erst begonnen.

Die Fahrt zum Everest Base Camp

Einer der Höhepunkte dieser Tibet-Motorradtour ist zweifellos die Fahrt zum Everest Base Camp auf der tibetischen Seite des Himalaya. Je näher die Route dem Mount Everest kommt, desto dramatischer wird die Landschaft. Hinter Tingri verwandeln sich die weiten Ebenen Tibets langsam in eine Welt aus gewaltigen Bergmassiven, endlosen Horizonten und scheinbar grenzenlosen Distanzen. Die Straße steigt immer weiter an, bis sich die Himalaya-Kette schließlich in ihrer ganzen Größe offenbart.

Schon bald erreicht die Route einen der berühmtesten Straßenabschnitte Tibets: die legendäre Straße der 108 Kurven hinunter zum Everest Base Camp. Tief unterhalb der Passhöhe schlängeln sich die Serpentinen durch die karge Hochgebirgslandschaft, während am Horizont die höchsten Berge der Erde erscheinen. Der Mount Everest dominiert die Szenerie, doch er ist längst nicht der einzige Gigant am Himmel. Entlang der Bergkette ragen Cho Oyu, Lhotse und Shishapangma empor, während unzählige weitere Sieben- und Achttausender bis weit in die Ferne reichen. Kaum ein anderer Ort auf der Erde bietet eine vergleichbare Konzentration der höchsten Berge unseres Planeten. Spätestens hier wird verständlich, warum Reisende, Bergsteiger und Entdecker seit Generationen von dieser Region angezogen werden. Die Dimensionen der Landschaft sind nur schwer zu begreifen. In nahezu jede Richtung reichen Berge, Himmel und Weite bis zum Horizont.

Schließlich erreicht die Straße die letzte Siedlung vor dem Everest Base Camp. Hier endet die Fahrt mit den Motorrädern zunächst. Um die empfindliche Hochgebirgslandschaft rund um den Mount Everest zu schützen, dürfen private Fahrzeuge seit einigen Jahren nicht mehr bis zum Rongbuk-Kloster und dem Everest Base Camp weiterfahren. Nach vielen Tagen auf dem Motorrad fühlt es sich zunächst ungewohnt an, die Maschinen auf dem Hochplateau zurückzulassen und die letzten Kilometer mit dem Shuttlebus zurückzulegen. Doch spätestens in dem Moment, in dem die gewaltige Nordwand des Mount Everest in voller Größe vor einem auftaucht, denkt kaum noch jemand an die Motorräder.

Für viele Teilnehmer erfüllt sich hier ein lang gehegter Traum. Der Mount Everest von der tibetischen Seite gehört zu jenen seltenen Reisemomenten, die den hohen Erwartungen tatsächlich gerecht werden. Es ist schwer, am Fuß des höchsten Berges der Erde zu stehen und sich nicht von der schieren Größe des Himalaya beeindrucken zu lassen.

Durch die Weiten Westtibets

Hinter dem Everest Base Camp beginnt der vielleicht ursprünglichste Abschnitt der gesamten Reise.

Die Route führt immer tiefer nach Westtibet hinein – in eine Region, in der Entfernungen, Höhe und Einsamkeit das Fahrerlebnis prägen. Die Landschaften werden weiter, karger und menschenleerer. Straßen ziehen sich scheinbar endlos über das Hochland, Ortschaften werden seltener und die Weite des Tibetischen Plateaus gewinnt mit jeder Fahrstunde an Intensität.

In der Ferne grasen Yakherden auf den weiten Ebenen. Gelegentlich brechen kleine Gruppen von Kyang, den wilden Pferden Tibets, in schnellen Galopp aus, wenn das Geräusch der Motorräder über die offene Landschaft getragen wird.

Große Teile Westtibets gehören noch heute zu den am dünnsten besiedelten Regionen Asiens. Die Entfernungen sind gewaltig, Wetterumschwünge können überraschend schnell eintreten, und das Hochland wirkt gleichzeitig faszinierend schön und kompromisslos rau. Doch genau das macht Westtibet zu einer der außergewöhnlichsten Motorradregionen der Welt.

Mount Kailash & Manasarovar-See

Hinter Saga werden die Entfernungen noch größer. Die Straßen ziehen sich durch eine scheinbar endlose Landschaft, in der Ortschaften immer seltener werden und das Gefühl von Abgeschiedenheit mit jeder Fahrstunde zunimmt. Yakherden grasen auf den weiten Ebenen, während kleine Gruppen von Kyang – den wilden Pferden des Tibetischen Hochlands – gelegentlich in schnellen Galopp ausbrechen, sobald das Geräusch der Motorräder über die offene Landschaft getragen wird.

Westtibet gehört bis heute zu den am dünnsten besiedelten Regionen des Himalaya. Die Entfernungen sind gewaltig, Wetterumschwünge können überraschend schnell eintreten, und die Landschaft wirkt oft genauso ursprünglich, wie sie es vor Jahrhunderten gewesen sein muss.

Und dann erscheinen schließlich die heiligen Landschaften rund um den Mount Kailash am Horizont. Bevor die Route Darchen erreicht, folgt sie den Ufern des Manasarovar-Sees, einem der heiligsten Seen Asiens und seit Jahrhunderten Ziel von Pilgern aus ganz Tibet und weit darüber hinaus. Hier können die Motorräder bis fast ans Wasser gefahren werden. Das intensive Türkis des Sees reicht bis zum Horizont, während sich dahinter die schneebedeckte Gurla-Mandhata-Bergkette an der Grenze zwischen Tibet und Nepal erhebt. Es ist einer jener Orte, an denen man ganz automatisch anhält, den Motor abstellt und für einen Moment einfach nur die Landschaft auf sich wirken lässt.

Entlang des Seeufers tauchen immer wieder abgelegene Klöster und kleine Einsiedeleien auf. Die Weite des Hochlands, das ständig wechselnde Licht und die allgegenwärtige Präsenz des Mount Kailash schaffen eine Atmosphäre, die sich von jedem anderen Ort in Tibet unterscheidet. Nicht weit vom See entfernt liegt Darchen, die kleine Siedlung am Fuß des Mount Kailash und Ausgangspunkt der berühmten Kailash Kora.

Für Buddhisten, Hindus, Jainas und Anhänger der alten Bön-Religion zählt der Mount Kailash zu den heiligsten Bergen der Erde. Im tibetischen Buddhismus gilt er als irdische Manifestation des mythischen Weltenbergs Meru, während er im Hinduismus als Wohnsitz Shivas verehrt wird. Schon in Darchen selbst begegnet man der Pilgertradition auf Schritt und Tritt. Pilger treffen aus allen Teilen Tibets ein, manche nach wochenlangen Reisen. Andere umrunden den heiligen Berg in Form vollständiger Niederwerfungen und werfen sich tausende Male auf den Boden, während sie sich Meter für Meter vorarbeiten.

Wer dies einmal mit eigenen Augen gesehen hat, spürt schnell, dass die Atmosphäre rund um den Mount Kailash eine ganz besondere ist. Selbst Teilnehmer, die später nicht die vollständige Kailash Kora unternehmen, nutzen oft die Gelegenheit, ein Stück auf dem Pilgerweg hinter Darchen zu wandern. Schon nach kurzer Zeit verschwindet die Siedlung hinter den Hügeln, und der heilige Berg beherrscht die Landschaft auf eine Weise, die auf Fotografien kaum einzufangen ist.

Doch die Reise endet hier noch nicht.

Das verlorene Königreich Guge

Von Darchen führt die Route weiter nach Westen in Richtung Zanda und Tsaparang – in eine der faszinierendsten und zugleich am wenigsten besuchten Regionen Tibets. Fast ohne Vorwarnung verändert sich die Landschaft vollständig. Das offene Hochplateau weicht einer surrealen Welt aus erodierten Sandsteinformationen, tiefen Schluchten und gewaltigen Felswänden, die über Jahrtausende von Wind und Wasser geformt wurden. Hoch über den Tälern erscheinen Höhlenwohnungen, während die Überreste alter Klöster und Festungen scheinbar direkt aus den Bergen herauswachsen.

Nahe der Grenzen zu Nepal und Indien liegen die Ruinen des alten Königreichs Guge, einer der großen verlorenen Zivilisationen des Himalaya.Bis heute diskutieren Historiker darüber, was genau mit diesem einst blühenden Reich geschah. Irgendwann im 17. Jahrhundert verschwand Guge aus den Geschichtsbüchern und hinterließ verlassene Festungen, Tempel und zahlreiche ungelöste Rätsel.

Der Kontrast zwischen den heiligen Landschaften des Mount Kailash und den vergessenen Ruinen von Guge gehört zu den eindrucksvollsten Aspekten der Kailash Calling Motorradtour. Nur wenige Motorradreisen in Asien verbinden spirituelle Bedeutung, spektakuläre Landschaften und jahrhundertealte Geschichte auf vergleichbare Weise.

Die Kailash Kora – Mehr als nur eine Wanderung

Für die meisten Teilnehmer endet die Motorradreise in Ali. Von dort geht es per Inlandsflug zurück nach Lhasa und anschließend weiter auf die Heimreise. Andere entscheiden sich dafür, die Erfahrung noch ein Stück weiterzuführen. Sie kehren in die Region des Mount Kailash zurück und bleiben in Darchen, um die berühmte Kailash Kora zu unternehmen – den heiligen Pilgerweg rund um den Berg, der seit Jahrhunderten Menschen aus ganz Asien anzieht. Während die Motorradtour hier endet, setzt sich die Reise für diese Teilnehmer zu Fuß durch eine der spirituell bedeutendsten Landschaften des Himalaya fort.

Schon nach den ersten Kilometern wird deutlich, dass die Kailash Kora keine gewöhnliche Himalaya-Wanderung ist. Der Weg führt durch überraschend grüne Täler unterhalb der Nordwand des Mount Kailash. Pilger ziehen langsam entlang des Pfades, drehen Gebetsmühlen, rezitieren Mantras oder gehen schweigend ihrem Ziel entgegen. Tagsüber kann die Sonne in der klaren Höhenluft angenehm warm wirken. Doch sobald sie hinter den Bergen verschwindet, fallen die Temperaturen rasch, und die Nächte werden bitterkalt.

Der zweite Tag gilt meist als die größte Herausforderung. Der Anstieg zum Dolma-La-Pass scheint in der dünnen Höhenluft kein Ende nehmen zu wollen. Wetterumschwünge sind jederzeit möglich, und selbst während der besten Reisezeiten sind Schnee, eisiger Wind und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt keine Seltenheit. Doch sobald der Pass überwunden ist und der Abstieg beginnt, weicht die Anstrengung oft einem tiefen Gefühl von Erleichterung und Zufriedenheit.

Viele westliche Besucher vergleichen die Kailash Kora zunächst mit Trekkingtouren in Nepal oder anderen Regionen des Himalaya. Dieser Vergleich greift jedoch nur bedingt. Die Kora dreht sich nicht um Komfort, Berghütten oder das Abhaken eines weiteren Wanderziels. Vor allem ist sie eine Pilgerreise.

Die Unterkünfte entlang der Route sind einfach und orientieren sich in erster Linie an den Bedürfnissen tibetischer Pilger. Gerade diese Einfachheit gehört jedoch zum Charakter der Erfahrung und hat sich über viele Jahre kaum verändert.

In Darchen selbst sind die Hotels vor und nach der Wanderung überraschend komfortabel. Angesichts der extrem abgelegenen Lage Westtibets sind viele Besucher erstaunt über den Standard, den sie auf fast 4.700 Metern Höhe vorfinden. Gleichzeitig bleibt dies eine der entlegensten Regionen des Himalaya. Nahezu alles muss über enorme Distanzen durch das Tibetische Hochland transportiert werden. Die Infrastruktur folgt daher bis heute ihrem eigenen Rhythmus. Manchmal funktioniert die Heizung perfekt. Manchmal braucht das warme Wasser etwas Geduld, bevor es schließlich aus der Dusche kommt – was nach einem langen Tag in großer Höhe plötzlich zu einem kleinen Glücksmoment werden kann.

Der wahre Wert der Kailash Kora liegt jedoch ganz woanders. Er liegt in der Abgeschiedenheit, der Atmosphäre und dem Privileg, einen der heiligsten Orte der Erde aus eigener Kraft zu erreichen. Die Stimmung, die durch Hunderte – und in besonderen Jahren sogar Tausende – von Pilgern entsteht, lässt sich nur schwer beschreiben. Gebetsfahnen flattern im Wind, Mantras hallen über die Täler, und nahezu jeder Pass und jede Wegbiegung scheint eine tiefere spirituelle Bedeutung zu besitzen.

Die Kailash Kora einmal im Leben zu gehen, bleibt vielen Menschen noch lange in Erinnerung. Nicht weil sie einfach wäre. Sondern weil Orte wie dieser in unserer modernen Welt außergewöhnlich selten geworden sind.

Eine Tibet-Motorradtour, die lange nachwirkt

Nur wenige Motorradreisen lassen sich so schwer mit gewöhnlichen Reisen vergleichen wie Kailash Calling.

  • Ja, es gibt spektakuläre Straßen, hohe Pässe und einige der beeindruckendsten Landschaften des gesamten Himalaya.
  • Ja, es gibt Abenteuer, Höhe und die besondere Abgeschiedenheit, die Reisen durch Westtibet mit sich bringen.
  • Doch was den meisten Teilnehmern am stärksten in Erinnerung bleibt, sind nicht unbedingt die Fahrtage selbst. Es ist die Atmosphäre rund um den Mount Kailash. Die gewaltige Weite des Tibetischen Hochlands. Die Herzlichkeit der tibetischen Menschen. Die alten Klöster, heiligen Seen und vergessenen Königreiche, die wie Relikte aus einer anderen Zeit wirken.

Und vor allem ist es das Gefühl, einen Ort erreicht zu haben, der noch immer weitgehend außerhalb des Rhythmus der modernen Welt existiert.

Für alle, die nach einer außergewöhnlichen Tibet-Motorradtour suchen, gehört Kailash Calling zu den letzten großen Abenteuerreisen im Himalaya.

→ Zur vollständigen Kailash Calling Motorradtour
Termine, Verfügbarkeiten und weitere Informationen

Warum mit TibetMoto reisen?

Als Spezialist für Motorradreisen und Expeditionen in Tibet und auf dem Tibetischen Hochland entwickelt und verfeinert TibetMoto seit mehr als 15 Jahren Routen durch einige der abgelegensten Regionen Asiens. Unsere langjährige Erfahrung, tiefgehende regionale Kenntnisse und gewachsenen lokalen Partnerschaften ermöglichen Reisen weit abseits der üblichen Touristenrouten – kombiniert mit der professionellen Organisation und Zuverlässigkeit, die man von einem erfahrenen Reiseveranstalter erwarten darf.

Warum eine Motorradtour zum Mount Kailash?

  • Über einige der höchsten Straßen der Welt durch das Tibetische Hochland fahren und dabei Höhen von über 5.000 Metern erreichen
  • Die legendäre „Straße der 108 Kurven“ zum Everest Base Camp erleben und dem höchsten Berg der Erde auf der tibetischen Seite des Himalaya begegnen
  • Die gewaltigen Landschaften Westtibets entdecken – eine der abgelegensten und ursprünglichsten Regionen Asiens
  • Die heiligen Ufer des Manasarovar-Sees und der sagenumwobene Mount Kailash
  • In die faszinierende Geschichte des alten Königreichs Guge eintauchen und seine spektakulären Ruinen erkunden
  • Mit einem erfahrenen Tibet-Team, Begleitfahrzeug und professioneller Unterstützung sicher durch einige der entlegensten Regionen des Himalaya reisen

Wissenswertes zur Kailash Calling Motorradtour

Beste Reisezeit für Westtibet2026-07-12T10:13:50+02:00

Die stabilsten Bedingungen für Motorradreisen in Westtibet und zum Mount Kailash finden sich in der Regel zwischen Mitte April und Ende Juni sowie von Mitte September bis etwa Mitte Oktober. In diesen Zeiträumen sind die Sichtverhältnisse häufig außergewöhnlich gut, und die Himalaya-Kette präsentiert sich oft in beeindruckender Klarheit.

Die Monsunzeit von Juli bis Mitte September sollte möglichst vermieden werden. Zwar sind die Temperaturen häufig etwas höher, doch Niederschläge können die Straßenverhältnisse deutlich erschweren, während Wolken und Dunst die Sicht auf die Berge oft einschränken.

Wetter auf dem Tibetischen Hochland2026-07-12T10:14:21+02:00

Selbst während der besten Reisezeiten kann sich das Wetter in großer Höhe innerhalb weniger Stunden drastisch verändern. Sonnenschein und Temperaturen von über 20 °C können auf höheren Pässen rasch kalten Winden und Temperaturen um den Gefrierpunkt weichen.

Höhe und Akklimatisation2026-07-12T10:14:50+02:00

Große Teile der Reise führen durch Regionen zwischen 4.000 und 5.000 Metern Höhe, mehrere Pässe liegen sogar deutlich darüber. Die sorgfältige Akklimatisation in Lhasa ist daher ein wichtiger Bestandteil der Tour und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Reisende mit Vorerkrankungen sollten vor der Buchung ihren Arzt konsultieren und klären, ob eine Reise in große Höhen für sie geeignet ist und ob höhenmedizinische Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sein können.

Unterkünfte2026-07-12T10:15:29+02:00

Die Unterkünfte entlang der Route sind überwiegend komfortabel und bewegen sich meist im guten 3- bis 4-Sterne-Bereich. Zimmer mit eigenem Bad stehen entlang der gesamten Motorradtour zur Verfügung, Einzelzimmer können auf Wunsch hinzugebucht werden.

Je weiter die Reise nach Westtibet führt, desto einfacher wird jedoch die Infrastruktur. Gelegentliche Stromausfälle, eingeschränkte Heizmöglichkeiten oder kleinere infrastrukturelle Einschränkungen gehören in diesen abgelegenen Regionen zum Alltag.

Auf der optionalen Kailash Kora werden die Unterkünfte deutlich einfacher, zumindest für eine oder zwei Nächte, je nach Trekkingplan. Gerade diese Schlichtheit und Abgeschiedenheit sind jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Erfahrung.

Motorradbekleidung2026-07-12T10:15:58+02:00

Auf dem Tibetischen Hochland ist das Zwiebelprinzip, mit Kleidung bestehend aus mehreren Schichten, unverzichtbar. Innerhalb eines einzigen Tages können die Bedingungen von angenehmer Sonne zu kaltem Wind und nahezu winterlichen Temperaturen wechseln. Besonders auf den hohen Pässen ist es wichtig, Hände, Füße und andere Körperpartien zuverlässig warm zu halten.

Die richtige Einstellung2026-07-12T10:16:33+02:00

Motorradreisen durch Tibet erfordern eine gewisse Flexibilität und Gelassenheit. Wetterbedingungen, Straßenverhältnisse, behördliche Vorgaben oder andere unvorhersehbare Umstände können gelegentlich Anpassungen der Route oder des Zeitplans notwendig machen.

Auf dem Tibetischen Hochland läuft nicht immer alles nach Plan – und genau das gehört oft zu den Erfahrungen, die eine Reise durch Tibet so besonders machen.

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